Mexiko-Belize-Guatemala per Fahrrad

 

04.01.1994- Es ist jetzt 18:00 Uhr amerikanischer Zeit und ich befinde mich auf dem Flugplatz von New York.

Seit 2 Stunden passieren „normale“ Sachen. Start sollte sein 16.25Uhr. Zuerst war das Gepäck verschwunden und musste gesucht werden. Nachdem alles verstaut war, kam keine Starterlaubnis, da eine neue Startbahn vom Eis befreit wurde. Dann rollten wir langsam auf das Rollfeld. Wieder stop- Die Triebwerke waren vereist. Es kamen Fahrzeuge, die heißes Wasser auf die Tragflächen sprühten. Leider hatten Sie zu wenig Wasser mit, so dass sie erst auftanken müssen und gleich wieder kommen. In der Zwischenzeit war wieder alles vereist..

 

Mir geht es ganz gut, wenn  man bedenkt, dass ich jetzt 20 Stunden unterwegs bin. 

Aufgestanden 4.00 Uhr morgens- Zug ab Achim 5.31 Uhr nach Hannover-Fahrrad auseinander genommen im Fahrradtransportsack-dann Frankfurt Flughafen 10.00 Uhr. Abflug war 11.30Uhr. Mit dem check in war alles sehr knapp. Als letzter bin ich an Bord gekommen.

Zeitunterschied minus 6 Stunden eingestellt, also war jetzt 6.00 Uhr morgens als wir starten. Ankunft New York 14.30 Uhr.

Nun soll es gleich los gehen nach Houston/Texas. Eigentlich war geplant heute abend noch nach Cancun zu fliegen- mal abwarten ob es klappt.

Es hat nicht geklappt. Wir sind um 19:00 Uhr endlich geflogen und waren um 22:30 Uhr in Houston. Der nächste Flug nach Cancun geht am nächsten Morgen um 09:35 Uhr. Ich wurde dann kostenlos im Marriot Hotel einquartiert. Fantastisch. Unter dem Flughafengebäude fährt eine Elektrobahn, die mich in keinen 5 Minuten direkt zur Rezeption im Marriot fährt. Noch ein Heinecken-Bier in der Hotelbar und dann ins Bett.

Frühstück-Wahnsinn: es gibt Früchte: Ananas-Kürbis-Erdbeeren-Melonen-Bananen in großen Mengen. Dazu brät ein Koch –Bacon and Eggs frisch zu. Er muss für die Eier nicht einzelne zerschlagen, sondern gießt wie aus einer Milchtüte das Eigelb in die Pfanne. Zukunft ?- jedenfalls sehr lecker.

Die Amerikaner, die ich bis jetzt kennengelernt habe, sind alle außerordentlich freundlich und sehr zuvorkommend.

 

06.01.94 Punta Bete

Ich habe gerade 3 Bananen gefrühstückt, sitze hier unter einem kleinen Palmenhaus und sehe über die Karibik.

Gestern bin ich um 13:00Uhr in Cancun angekommen- habe ca. 1,5 std gebraucht um mein Fahrrad zusammen zu bauen. Die Bremse und der Umwerfer waren verbogen- ansonsten alles o.k.- Bin dann Richtung Punta Morales gefahren. Sehr gerade Strecke- genau richtig zum kennenlernen. Dort Wasser getankt und dann Richtung Strand, direkt zum Wasser und durch ;). Von dort nach Punta Bete.- Herrlich.

Auf dem Camp-Platz mein Zelt aufgeschlagen und dann mit Andre einem Ami  einen sehr gut gebratenen Fisch gegessen: Camp Platz 10 Pesos-6,50DM , Fisch 19 Pesos-12DM, Cola2,5 Pesos- 1,60 DM.

 

08.01.94 Tulum

ich sitze hier direkt bei den Maya Ausgrabungen in Tulum. Es ist 09:00 Uhr morgens und bin jetzt eine Stunde hier. So langsam füllt sich das Areal.- Die Busse kommen. Ich habe alles gesehen und werde gleich wieder Richtung Cabanas gehen. Tulum ist für mich nicht so beeindruckend wie ich gedacht habe. Relativ klein.

Wahrscheinlich wird es nichts mit der Reise nach Palenque. In den Zeitschriften steht, das sie Luftangriffe starten und es viele hundert Tote gibt. Es ist der Chiappas Aufstand .

Dadurch kommt meine geplante Tour nicht zustande. Palenque-Aqua Azul und die Flussfahrt auf dem San Pedro River kann ich wohl vergessen. Ich muss über Belize fahren.

Mein Zelt habe ich neben den Cabanas direkt an der Karibik aufgeschlagen. Ringsherum ein buntes Volk von Amis, Engländern, Deutsche und Spanien. Hippymässig.

Abends brennen die Lagerfeuer und dabei wird Gitarre und Schlagzeug gespielt.

Mittags in Tulum an der Ausgrabungsstelle habe ich Frank aus Holland getroffen- Natürlich auch mit dem Fahrrad. Kurzentschlossen bin ich mit Ihm zu Felipe Carillo Puerto gefahren.

Eine harte Tour, ca. 100 km. Frank hat das scharfe Tempo vorgegeben. Frank fährt seit23 Jahren per Rad um die Welt- hat nun mehr als 300.000 km drauf...

Wir haben zusammen ein Hotelzimmer gebucht in Felipe Carillo für 35 Pesos und sind dann Essen gegangen.

Da es regnete konnte ich alleine weiter fahren- Frank wollte nicht – ein Glück- er war mir zu extrem..Ich nahm dann mit dem Fahrrad einen Bus- und fuhr direkt nach Belize. Flüchtete praktisch vor Frank- hoffte auch, das er mich nicht einholte...

In Belize war ich in einem Backpacker Hostel- fast alle wurden bisher ausgeraubt..- Belize ist tatsächlich gefährlich.

Von dort bin ich mit einem Segelschiff nach Caye Courker gefahren. Eine kleine Karibikinsel-

45 Minuten von Belize entfernt. Hier soll es die schönsten Riffs geben- also per Segelboot hin- zum schnorcheln. Dort gezeltet- ziemlich viele Sandflies- geschnorchelt – Tolle Fische und einen Riff Hai gesehen...- war aber friedlich- dann per Speed boot zurück nach Belize City.

Von dort per Bus – da ich einen Mörder Sonnenbrand hatte – direkt nach San Ignacio.

 

Freitag 14.01.94

Laguna Yaxka – Knieschmerzen- irre strecke durch den Regenwald- Wahnsinn.

Sa. 15.01. Tikal

Es ist 18:00 Uhr-stockdunkel und ich sitze in einem Lokal 50 Meter vor dem Eingang der Mayastätte. Das war heute ein harter Tag.

Gestern Abend auf der Hospedaye habe ich noch ein Diner bekommen. Dann ging es los- Die Straße wurde immer schlechter. Das schlimmste was ich bisher gefahren bin. Zuerst ein Trial kurs-dann nur noch rutschig-nass und ca.15% Steigung. Wow kam nicht voran-schieben..

Dann verlor ich noch die Hauptschraube vom Gepäckträger.- Alles abpacken- neue rein-Ein glück hatte ich mehrere dabei. Dann weiter. Am Ende der Tortour habe ich 3 Kreuze gemacht(in Gedanken). Dann wurde es schlagartig besser. Bis Tikal noch 36 Kilometer.- dann ging es rauf und runter- boah—dann Probleme mit meinem Knie-es ging nicht mehr-konnte es nicht mehr bewegen. Weiter gequält –geschoben...ca.17km vor Tikal habe ich dann per Anhalter einen netten Toyota Bus Fahrer getroffen- der mich dann die restlichen Kilometer mitnahm. Jetzt auf einem Camping und lecke meine Wunden- mit Cerveza ;)).

Ich denke ich werde morgen nach der Mayabesichtigung mit dem Bus nach Flores fahren...

 

So.16.01.94 Tikal

Es ist 07:00 Uhr morgens und ich sitze auf dem Tempel IV – die größte Pyramide des Mayalandes 65 Meter hoch. Ein wahnsinniges Panorama. Inmitten des Regenwaldes die Mayaruinen.

Kurz vor 12.00Uhr bin ich wieder im Restaurant. Man geht praktisch wie im Bürgerpark spazieren, dazwischen immer wieder Ruinen. Irgendwie unwirklich. Der große Platz mit dem Jaguartempel und dem Tempel der Masken ist beeindruckend. Am schönsten ist es für mich allerdings auf dem Tempel IV gewesen.

 

Mo.17.01.94 –

Gestern Abend bin ich mit einem klapprigen Toyota Kleinbus von Tikal nach Flores gefahren.

Das Fahrrad obendrauf. Die Strecke war asphaltiert aber sehr bergig-ca. 70 km. Er bekam dafür umgerechnet 8,50DM. Lt. Reiseführer im Hotel  El Tucan abgestiegen. Glück gehabt –das Hotel hatte nur 4 Zimmer- wunderschön gelegen-sauber- und direkt am Wasser keine 7 $..

Flores ist halb unter Wasser, nur durch einen Damm getrennt, vom Festland. Das Wasser steigt ständig. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann El Tucan im See versinkt.

Flores ist sehr sauber- hübschen Gassen mit Cafes` und schönen Geschäften.

Von Flores dann nach Poptun per Bus- Fahrrad auf dem Dach. Wunderschöne hügelige Landschaft durch den Regenwald.

Jetzt sitze ich hier vor meinem Zelt auf der Finca Ixobel.

Ein ruhiges Plätzchen. Viele Traveller, viele Deutsche verteilt in Cabanas-Zelten – Baumhäusern und Hängematten.

Tolle Nacht- Sternenklar – schöne Musik – Bier;)) hier kann man es aushalten. Zwei deutsche, die hier arbeiten erzählten, das in den letzten 6 Wochen ca.150 Traveller hier abgestiegen sind..WOW- Absolute Hochzeit ist hier zwischen Weihnachten und Neujahr mit mehr als 90 Travellern.

Mi. 19.01.94

Nach einem sehr reichhaltigen Frühstück, Omelette mit heißen Früchten bin ich von der Finca wieder los. Ich war kaum 10 Minuten unterwegs, fing es wieder in Strömen an zu regnen. Bis SanLuis auf einer wahrlich dirty road. Schlagloch an schlagloch- hoch und runter- lehmiger Boden- aber die Landschaft unglaublich schön. In SanLuis hat mich ein LKW Transporter aufgegabelt, mit Ihm dann nach Mendesto Mendez. Ein Höllenritt auf der Ladefläche..

Übernachtung dort –Zimmer für umgerechnet 2,60 DM.

20.01.94 wieder ein Höllenritt.

Früh morgens im strömenden Regen los. Schlagloch an Schlagloch-riesige Wasserlachen,

schlamm-Gegen 17:00 Uhr knallte mein Hinterradreifen durch-Knieprobleme- Schieben.

5 Km vor einer Ortschaft nahm mich ein Cola-Laster hinten drauf- brachte mich nach Fray Bartolome de las casas. Puuh 10 Stunden für 86 Km.. 

 Morgens- Reifen geflickt- weiter geht’s- Regen-Schlaglöcher- lehmiger Boden. In Sebol stand ein Bus-puuh- ich sofort hin. 107 Km nach Coban- er brauchte auch 7 Stunden- traumhafte Strecke- mit dem Fahrrad hätte ich es nicht geschafft. Mein Knie ist so dick...

23.01. Antigua- wieder mit dem Bus. Wunderschöne kleine Stadt. Habe entschieden mein Fahrrad zu putzen- und nicht mehr damit zu fahren-sind ja nur noch 4 Tage bis zu meinem Rückflug- den Rest jetzt per Rucksack.

24.01 Panachajel per Rucksack und Bus.

Hier traf ich Johann und Lucio wieder von der Finca. So sind wir zusammen zum Atitlan See

Gewandert- traumhaft- ein kleines Hote-Mario- mit Pool rundete den schönen Tag ab.

26.01. San Pedro

Die Nacht von Montag auf Dienstag hat es mich erwischt. Durchfall-Magenkrämpfe.

Die Bootsfahrt nach San Pedro habe ich nicht genießen können- starke Schmerzen- Den ganzen Tag im Bett gelegen- abends versucht zu essen- ging nicht- nur Cola und Salzstangen.

Am nächsten Tag ging es etwas besser. Es war hier nun das Rainbow-Festival. Sehr viele Leute von Belize-Flores und der Finca wiedergetroffen. Viel handgemachte Musik-total schön.

Dann wieder zurück nach Antigua- Jetzt hatte ich die Fahrt auf dem See genießen können.

Wieder bei Mario einquartiert- viel Bier getrunken- ging wieder- und in einer Disco die Sau rausgelassen bei Musik von ZZ.Top-Doors-Caroline Maas – wow meine Musik von früher.

Ein super Abschied von vielen- vor allem den Schweizern Johann.

 

Das war ein Traumurlaub. So viele Eindrücke. Das Land ist so schön. Die Menschen herzlich, obwohl sie teilweise kein einfaches Leben haben. Sie machten einen überwiegend glücklichen Eindruck auf mich. Ob nun in den Bergen, auf dem Land oder in der Stadt.

Auch die Traveller unterwegs waren alle gut drauf....Super schöne Zeit.

--

Von Housten nach Frankfurt- dann per Bahn wieder nach Achim.

 

 

Öffnungszeiten

Tipicamp
Sandortstraße 4
27412 Hepstedt

Da ich recht viele Seminare am Wochenende habe und besuche-bitte vorher immer auf diese Website schauen-ob geöffnet ist.

 Freitag.    14:00 Uhr -18:00 Uhr

 Samstag  10:00 Uhr- 15:00 Uhr

 

Telefon: 04283-6082679

mobil: 0172-7602858

email: dirk@tipicamp.de

 tribe@tipicamp.de

---------------------------------------------------

 

 

 

 

Termine  2026

08.02.26 - ab 17:30 Lagerfeuer

08.03.26 - ab 17:30 Lagerfeuer

Kosten : 10€ in die Spendenbox für Getränke und Holz

Druckversion | Sitemap
© Tipicamp